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Mittelrheintal kämpft weiter für Rheinquerung PDF Drucken E-Mail
Samstag, 25. April 2009 um 16:11 Uhr

Für das Mittelrheintal ist gerade heute, inmitten einer weltweiten Wirtschaftskrise eine mögliche Rheinquerung eine ganz wichtige Perspektive. Das betonte Wirtschaftsminister Hendrik Hering auf der Mittelstandskonferenz auf der Loreley, zu der der Landtagsabgeordnete David Langner (SPD) eingeladen hatte. Die Brücke, für die schon so lange gekämpft und gestritten werde, sei für die Menschen, die hier leben und arbeiten, eine wichtige Voraussetzung um die Region weiterzuentwickeln. „Mit den drei tollen Architekturbeiträgen, die eine welterbeverträgliche Brücke entworfen haben, kann die Landesregierung jetzt mit sehr guten Vorschlägen in die Gespräche mit der UNESCO gehen“, zeigt sich Langner optimistisch. Jetzt kommt es darauf an mit der UNESCO Einigkeit zu erzielen, denn beides sei für das Mittelrheintal und seine wirtschaftliche und demographische Entwicklung unheimlich wichtig: der Erhalt des Welterbestatus und der Bau einer Rheinquerung, so Langner.

Auch Landrat Günter Kern (SPD) ist sich sicher: „Gerade in der jetzigen Wirtschaftskrise wäre die Perspektive einer Brücke ein tolles Signal. Wir müssen deshalb diese Chance nutzen und uns zusammen dafür einsetzen – gerade zugunsten der Unternehmen und Arbeitsplätze in unserer Region“, so Kern.

Für die Lebensqualität und den Tourismus auf beiden Rheinseiten ist auch die Verringerung des Bahnlärms ein wichtiges Thema. „Hier müssen wir immer höher steigende Trassenpreise für laute und unmoderne Züge durchsetzen“, so Minister Hering. Über eine Alternativtrasse wird das Mittelrheintal aber langfristig nicht herum kommen. Deshalb gehe es der Landesregierung jetzt darum, dass eine solche Trasse in den nächsten Verkehrswegeplan der Bundesregierung aufgenommen wird. Kurzfristig können aber auch Modellprojekte helfen, die jetzt in Kaub, St. Goarshausen und Osterspai erproben, inwieweit Schienendämpfungen besonders belästigende Frequenzen des Bahnlärms senken können, so Hering.

„Um eine Rheinquerung und eine Verringerung des Bahnlärms wird schon lange gestritten und gekämpft und bis beides erreicht ist, wird es noch eine Weile dauern, aber die ersten Schritte sind gemacht und jetzt heißt es den eingeschlagenen Weg kontinuierlich weiterzugehen“, so Carsten Göller, Vorsitzender der SPD-Loreley.

 

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